Archiv für Januar 2009

„Hells Angels“ in Hannover machen mit Neonazis gemeinsame Sache

Bislang hielten Rockerbanden die Polizei mit Gewalt, Drogen und Waffen in Atem. Nun alarmiert die Fahnder eine neue Bedrohung: Bei deutschen Hells Angels machen militante Neonazis Karriere.

Hells Angel und Nazis machen gemeinsame Sache

Der Mann, den alle nur Maxe nennen, wollte ein Musterknabe werden, wenigstens nach der Haftentlassung. Markus W. hatte vor gut zehn Jahren für Schlagzeilen gesorgt und für internationales Entsetzen: Damals gehörte er zu jenen deutschen Hooligans, die während der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich den Polizisten Daniel Nivel zum Krüppel schlugen. Vier Jahre lang saß er für die „gemeinschaftliche schwere Körperverletzung“ in einem französischen Gefängnis. (weiterlesen)

Einen weiteren Artikel zum Thema findet ihr hier.

cyberpunk

Voting against Operation Walküre (Valkyrie)

Auch wenn schon jedeR von Euch den tollen Trailer zu Operation Walküre gesehen hat, möchte ich Euch doch noch um einen kleinen rebellischen *hust* Gefallen bitten. Wer 5 Sekunden Zeit hat, kann hier seine 0% hinterlassen. Zelluloid dürfte eine der größten Filmplattformen Deutschlands sein und da Ihr eh den ganzen Tag sinnlos am Surfen seid, könnt Ihr doch auch mal per Voting eine gute Tat vollbringen, oder?



GEGEN DEUTSCHE MYTHEN!
MILITARISTISCHE TRADITIONEN BEKÄMPFEN!
SCIENTOLOGY SUCKS!

Nazi-Seiten defacen? Aber immer!

Folgenden Text habe ich hier gefunden. Regelmäßig kommt es zu Angriffen auf Server faschistischer Seiten im Netz. Bei allen öffentlich bekannten Hack-Angriffen sind dann auch sofort die selbsternannten Verteidiger für Recht, Ordnung und Demokratie zur Stelle. Die (linken) Hacker sehen sich immer wieder den gleichen Vorwürfen konfrontiert. Hier jetzt die Meinung des Users Korrupt.


Warum das Hacken von Nazi-Seiten eine gute Sache ist

BLOOD & HONOUR HACKED!

Dürfen die das? „…ja, das dürfen die…“

…antwortet ein guter Freund von mir bisweilen auf die rhetorische Frage der Ärzte (aus Berlin!…). Und nachdem in schöner Regelmäßigkeit einige Nazipeinlichkeiten im Web ein erfrischendes Redesign erhalten, fallen regelmäßig die Fragen: dürfen die das, bringt das etwas, ist das nicht genausoschlimm wie…

Das dürfen die, das ist auch gut so und verdient, nachgeahmt zu werden. Und warum sich das so verhält, kann man auch durchaus schlüssig begründen.

Auf die üblichen Versuche der Rechten, die immer noch mit Regelmäßigkeit stattfindenden Morde und Misshandlungen durch Nazis mit „linken Chaoten“ und Geschichten vom armen, von der Antifa unterdrückten Fascho zu relativieren, sei an dieser Stelle nicht eingegangen.

Aus vielen Perspektiven gesehen ist das Ablehnen der Defacements nicht nachvollziehbar. Technische Aspekte sollen hier jedoch außen vor gelassen werden – das Finden und Demonstrieren von Sicherheitslücken und Webmasterfehlern stößt in anderen Kontexten oft auf weitaus gelassenere Reaktionen, um diese geht es im Kontext des Naziseitenhackens in der Regel auch nicht. Von der Metapher des „Angriffs auf ein technisches System“ soll hier abgesehen und stattdessen an den Charakter des Internet als öffentlichen Raum erinnert werden, den es inzwischen unbestreitbar darstellt. Aus dieser Perspektive nun zu den regelmäßig vorgebrachten Thesen gegen das Hacken rechter Seiten.

Defacen ist nichts Bewunderungswürdiges

Das ist völlig richtig. Es ist ebensowenig bewundernswert, wie es wenig bewundernswert ist, wenn ich einen „Gegen Nazis“ – Spucki an eine Ampel klebe. Niemand klebt „Gegen Nazis“ – Spuckis, um dafür bewundert zu werden. Es reicht völlig, wenn man dabei Spass hat und sich die richtigen Leute ärgern, weil man ihnen ein wenig öffentlichen Raum genommen hat.

Aktionismus dieser Art ändert nichts in den Köpfen

In den Köpfen der Seitenmacher vermutlich nicht. Abgesehen vom bedauerlichen Fakt, dass in den Köpfen von Faschos ohnehin eher selten überhaupt etwas vor sich geht, ist das Ziel solcher Aktionen im öffentlichen Raum nie das Bewegen der Nazis zum Umdenken. Es geht um die Mehrheitsbevölkerung und um die von den Nazis bedrohten Menschengruppen. Und es verändert sich etwas im Kopf von jemandem, der manchen Leuten nicht deutsch genug aussieht, wenn er aus einem Stadtteil in einen anderen geht und statt der „Gegen Nazis!“ – Spuckis an den Ampeln „Juda verrecke“ an der Hauswand gesprüht sieht. Es stellt ein bedeutendes Stück Lebensqualität dar, sich in einer Öffentlichkeit bewegen zu können, der man die Ablehnung von Nazipositionen ansieht.

Die Linken sind da auch nicht besser als die Rechten

Abgesehen davon, dass das Argument ein recht zuverlässiger Trollindikator ist und man das Gespräch mit Menschen, die solchen Nonsense absondern, der eigenen Intelligenz zuliebe vermeiden sollte: Das ist Quatsch. Rechte Aktion und rechte Gewalt richtet sich gegen Angehörige beispielsweise ethnischer oder sexueller Minderheiten: Gruppen, deren Angehörige allein wegen ihres „So-Seins“ angegriffen werden, an dem sie jedoch herzlich wenig ändern können. Linke Aktion richtet sich gegen Überzeugungen und soziale Praxis: ihre Zielgruppe kann leicht entsprechende Überzeugungen ablegen, entsprechende Praxis einstellen, und schon hat sie ihre Ruhe. Unterschied klar? Fein.

Man bekämpft Symptome, keine Ursachen und steht mit seinem Aktionismus in einer Reihe mit Politikern, die auch lieber inszenieren anstelle konsequent zu handeln

Man mag sich streiten, was alles Ursache, was Symptom sei, und was überhaupt Ziele eines Kampfes gegen Rechts sein müssen. Das Zurückdrängen der Nazis? Sicher lobenswert. Die Schaffung einer Kultur, in der Nazis und ihre Überzeugungen und Ziele einfach absurd werden? Eine etwas anders gelagerte, aber gute Sache. Aber eine solche Kultur äußert sich auch im öffentlichen Raum, sie muss sich im öffentlichen Raum äußern, sonst bleibt sie Inszenierung und Lippenbekenntnis. Und was im öffentlichen Raum passiert, mag bisweilen unbequem sein und manche Saubermänner stören. Manchem ist es lieber, wenn das Hakenkreuz rückstandfrei von der Hauswand geschrubbt wird. Klar, hier gibts Nazis. Braucht aber keiner wissen. Eine Gesellschaft, in der das Hakenkreuz eine Nacht später durchgestrichen und mit einem „Faschos raus“ kommentiert wurde, ist weiter fortgeschritten im Kampf gegen rechts und steht vor allem öffentlich dazu: die gibt es hier, wir haben was gegen die, und das darf jeder sehen.

Fazit: Öffentlichen Raum gestalten!

Wie der öffentliche Raum in der Stadt ist das Netz ein öffentlicher Raum, der sich jedoch aus einer Masse privater Orte zusammensetzt – die Grenzen zwischen statischer, eigener Webseite und offenem Chatraum, den die Community gestaltet, sind völlig fließend. Im Netz wie im öffentlichen Raum sind weite Flächen kommerzialisiert, muss der Ausverkauf öffentlich wahrgenommener Fläche an den Kommerz hingenommen werden. Und wie im öffentlichen Stadtbild etablieren sich andere Inszenierungen von Meinung, unterschiedliche Wiederaneignungsstrategien, durchaus mit unterschiedlichem Status in der Legalität.
An der Zusammensetzung dieser Selbstinszenierungen der Öffentlichkeit macht sich Lebensqualität fest. Schlußendlich sind es nicht zuletzt diese Selbstinszenierungen, die einen weltoffenen und toleranten Stadtteil von einer national befreiten Zone unterscheiden – und einen gut erkennen lassen, wenn man vom einen in die andere kommt, auch wenn gerade kein Nazi mit Baseballschläger einer alten Frau über die Straße hilft.
Nicht anders verhält es sich im Netz. Es mag konkret weder das Netz noch die Nazis verändern, wenn ein paar Seiten angegriffen wurden. Solche Aktionen sind jedoch Teil der Selbstinszenierung der Gesellschaft, deren Gesamtwirkung man nicht unterschätzen sollte.

Es mag manchen Leuten lieber sein, dass entsprechende Seiten gesperrt werden, damit das Netz schön sauber aussieht. Andere sehen das Thema Zensur und ihre steigende Akzeptanz (zurecht) als ein wachsendes Problem – aber ebensowenig wie ein einschlägig kommentiertes Hakenkreuz an der Hauswand ist ein temporäres Defacement im WWW Zensur. Der öffentliche Raum war schon immer ein umkämpfter Raum, die Spannweite der Methoden dieses Kampfes reichten schon immer über die Grenzen des Legalen hinaus, und dennoch war und ist es auch immer mitbestimmt durch den Stand dieses Kampfes, wer sich im entsprechenden Raum willkommen und akzeptiert fühlen konnte.

„Ist das nicht irgendwie verboten?
Wird man dafür nicht bestraft?
Was ist das bloß für eine Welt, in der man solche Sachen darf?
Dürfen die das?“

Das dürfen die, und die Welt ist ein klein wenig besser.

(Quelle: Gulli.com • Autor: Korrupt) (mehr…)

Deutschland halt´s Maul, Du Opfer!

New Year – Same Shit! Sylvester? Total überbewertet, denn die nächste Party kommt bestimmt! Aber kalt war es – verdammt kalt. Doch ein Feuerwerk am Himmel entschädigt für so einige Eiszapfen an der Nase. Feierei war eher nicht so angesagt, da offensichtlich ein Großteil der Göttinger Linken in den Gaza-Streifen einberufen wurde, um (auf welcher Seite auch immer) für ein bisschen Frieden zu sorgen. So war zumindest bis 01:30 Uhr tote Hose im T-Keller. Im JuzI lief zwar die bessere Musik, aber auch dort war es vollends öde.

Ein neues Jahr… und wie jedes Jahr nehmen sich die Langweiler unter den Langweilern irgendetwas super einfallsreiches fürs neue Jahr vor. Mit dem Rauchen aufzuhören ist bei den Top 10 der guten Vorsätze sicherlich ganz oben. Wie gut das ich nicht rauche. Auch habe ich schon vor 7 Monaten dem Alkohol abgeschworen. Was bleibt also noch? Endlich mal wieder mit Sport anfangen? Nee, ich denke, dass ich mich die Tage bei Scientology als Drug Free Marshall bewerbe. Ich wollte schon immer Hollywood-Promis wie Tom Cruise, John Travolta und Leah Remini kennen lernen. Gemeinsam werden wir den kranken, behinderten, homosexuellen, Brille tragenden Abschaum schon klein kriegen! Zum Thema Scientology findet Ihr hier eine Doku aus dem Jahre 2008 mit dem Titel „Der gesäuberte Planet – Reise ins Innere der Scientology“. Ich werde die Seite peau à peau mit interessanten Dokus füllen.

Nun zur Musik. Heute entdeckt: SNOERD, eine Mischung aus Shutcombo & Matula. Angenehme Stimme, Stimmung und gute Instrumente. Sowas mag ich und gute neue Musik brauchte ich auch dringend. Zum einen weil es draußen viel zu kalt ist und zum anderen, weil ich mir heute den neu aufgelegten Kult-Song ‚Neue Rituale‘ der ‚Schwarzen Schafe‘ angehört habe. Die neue Version aus 2008 ist imo ein musikalischer Griff ins Klo. Wäre ja nicht weiter schlimm, aber schließlich war dieser Song einer der ersten „echten“ Deutschpunk-Songs, die ich Mitte der Neunziger zu hören bekam. Zu finden ist das Original auf dem Sampler ‚Willkommen zur Alptraummelodie I‘ (1993), welcher den Grundstein für meine Karriere als Rowdie legte. Der Sampler ist im Gegensatz zu solchen Deutschpunk-Platten, auch heute noch zu empfehlen. Da ich nun seit 10 Jahren aktiv musiziere, steigt das Verlangen nach qualitativ guter, melodischer Musik. Schrammelige Deutschpunk-Songs, mit plakativen Texten, welche früher als Symbol der Nicht-Identifikation mit der deutschen Gesellschaft dienten, sind heute nicht mehr allzu häufig erste Wahl. Gegen ein zackiges „Bulle halt´s Maul!“ ist aber auch dieser Tage nichts einzuwenden.

Von den Songs, die man schon mit 16 toll fand, sind bis heute einige übrig geblieben, die man auch als Mittzwanziger noch hören darf, ohne sich dafür schämen zu müssen. Dank des Internetz, ist man heute in der Lage, jede noch so unbekannte Band zu finden. Das war vor 10 Jahren noch anders. Da wurden auf gut Glück CDs bei A.M. Music bestellt und wenn die Scheibe dann nicht so der Börner war, egal. Hauptsache man konnte das Dorf am nächsten Wochenende mit neuem Deutschpunk beschallen. Merke: Deutsche Texte sind wichtig, denn es darf ruhig jeder hören, was man so alles anprangert. CDs kosteten damals um die 30 Mark und als Jungspund konnte man sich das nicht jeden Tag leisten. Heute hat fast jeder einen Internetzanschluss und jede Gurkentruppe hat (noch bevor ein Proberaum gefunden ist) eine MySpace-Seite. Findet sich dann irgendwann doch noch eine Toilette, die genügend Platz für ein Schlagzeug und ein paar Amps bietet, reicht ein gammeliges Mikro & ein Aufnahmegerät und schon kann man sein Gedöns der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Gefällt dem Musikliebhaber, was er da hört, wird schnell gegoogelt und mit ein wenig Glück hat bereits ein lieber Mitmensch das gesuchte Album geuppt und schon kommt man innerhalb weniger Minuten in Genuss der soeben entdeckten Band.

Meine Tipps für 2k9: NOFX, Rentokill, Mad Minority, Slime, Muff Potter, Bitume, Luetten, Pascow, Knochenfabrik, Adriane, Blink182, Anti-Flag, But Alive, Satanic Surfers, Guttermouth, Millencolin, Oma Hans, Matula, El Mariachi, Turbostaat, Supernichts, Toxoplasma, Rise Against, Propagandhi, Montreal, Nitrominds, Antitainment, No Use For A Name, Fahnenflucht, Kaput Krauts, Strike Anywhere, NeinNeinNein, Darkest Hour, Raketenjungs, HORSE The Band, Koyaanisqatsi, Blinker Links, AggraMakabra, Captain Planet, Municipal Waste, Chefdenker, Der Trick Ist Zu Atmen, Casanovas Schwule Seite, Schneller Autos Organisation, Venerea, Supernichts, Pennywise … und viele mehr.

Rise Against, Anti-Flag und Farin Urlaub haben mich mit ihren neuen Alben völlig enttäuscht, dafür haben die Hosen überraschenderweise wieder eine ordentliche Platte produziert. Adriane und Kackfeuer bringen demnächst auch ihre neuen Alben raus und die werden erfahrungsgemäß köstlich werden. Ich bin gespannt.

       „Deutschland halt´s Maul, Du Opfer!“
        cyberpunk




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